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Die Postkarte

Postkarten sind Karten, um relativ kurze, offen lesbare Mitteilungen, Nachrichten, Grüße usw. per Post zu verschicken. Die Postkarte in der heutigen Form erschien um 1869 in Österreich und wurde zur Zeit ihrer Einführung noch Correspondenzkarte genannt. Zunächst konnten sie national und international nur auf Basis von bilateraler Abkommen verschickt werden, erst mit der Einführung der Weltpostkarte 1875 konnten Postkarten über alle Grenzen hinweg versandt werden. Die heutige Standardnormgröße ist DIN A6. Es gibt verschiedene Erscheinungsformen, wobei die bedeutendste wohl die Ansichtskarte ist, die oft nicht ganz korrekt als Bildpostkarte bezeichnet wird. Die Bildpostkarte ist eine eigenständige, spezielle Form der Postkarten.

Geschichte der Postkarte


Schriftliche Nachrichten wurden bis in die neuere Vergangenheit üblicherweise als verschlossener Brief versandt. Um dem Bedarf nach einer schriftlich prägnanten Kommunikationsform von nicht vertraulichen Mitteilungen nachzukommen, wurden Postkarten eingeführt. 1760 hat angeblich das private Stadtpostunternehmen Petite Poste in Paris offen lesbare Mitteilungen eingeführt, 1784 führte die privat betriebene Kleine Post in Wien (auch 'Wiener Klapperlpost' genannt) Karten mit offen versandten Mitteilungen ein. In beiden Fällen sind jedoch keine Exemplare erhalten.

Im Jahre 1861 ließ sich John P. Carlton aus Philadelphia die Postkarte urheberrechtlich schützen. Er reichte seine Erfindung am 17. Dezember 1861 auch als Patent ein, was aber letztlich nicht zugelassen wurde. Er verkaufte seine Idee an H. L. Lipman, ebenfalls aus Philadelphia, der dann Karten mit der Kennzeichnung „Lipman's Postal Cards“ produzierte.Diese Karten wurden verkauft bis sie 1873 durch die staatlich offiziellen U.S. Postkarten ersetzt wurden.

Zum 1. Juni 1865 wurden in Preußen sogenannte Drucksachenkarten als offene Mitteilungen eingeführt. Dort waren die Anschrift und der gedruckte Text auf ein und derselben Seite. Diese Karten wurden oft verwendet um einen Besuch eines Handelsvertreters anzukündigen und werden deswegen in Sammlerkreisen auch als Vertreterkarten bezeichnet.

Der Geheime Postrat Heinrich von Stephan schlug am 30. November 1865 bei der 5. Postvereins-Konferenz in Karlsruhe vor, ein sogenanntes Postblatt ohne Wertstempeleindruck zuzulassen. Sein Vorschlag wurde aber bereits vor der Konferenz vom peußischen Generalpostamt abgelehnt und nicht verwirklicht, da die Mehrheit der verantwortlichen Personen die Ansicht vertrat, ein offenes Absenden von Mitteilungen sei aus Vertraulichkeitsgründen unmoralisch und beleidigend. Wegen der Idee eines geringeren Portos wurde außerdem befürchtet die Einnahmen der Post könnten zurückgehen.

1868 reichen zwei Leipziger Buchhandelsunternehmen, Firma Friedlein und Firma Pardubitz, unabhängig voneinander beim Berliner Generalpostamt ein, eine „Universal-Correspondenz-Karte“ einzuführen. Auf den Rückseiten sollten verschiedene Mitteilungen zum ankreuzen vorgedruckt werden. Trotz Ablehnung erscheint hier die später verwendete Bezeichnung „Correspondenzkarte“.

Am 26. Januar 1869 erschien in der Wiener Tageszeitung „Neue Freie Presse“ ein Artikel mit dem Titel „Über eine neue Art der Correspondenz mittels der Post“ vom Professor der Nationalökomomie Emanuel Herrmann. In dem Artikel ging es um die Einführung der Correspondenzkarte, hierbei standen volkswirtschaftliche Aspekte im Vordergrund. Ähnlich einem Telegramm sollte die Anzahl der Wörter auf der Postkarte auf 20 begrenzt sein und durch eine geringe Gebühr gefördert werden.



Offizielle Einführung der Postkarte

Am 1. Oktober 1869 erschien dann bei der Österreichischen Post die von Dr. Emanuel Herrmann entwickelte Correspondenzkarte mit eingedrucktem Postwertzeichen. Die Rückseite der 8,5 × 12,2 cm großen Correspondenzkarte konnte bei Erscheinen der Karten, zur Vereinfachung, dann doch frei beschrieben werden. Der von Herrmann vorgeschlagene Name „Postkarte“ wurde von der Postverwaltung in Wien in „Correspondenzkarte“ umgeändert. Die Karte kostete nur 2 Kreuzer (im Unterschied zu 5 Kreuzer für einen Brief), was gleichzeitig dem Wert der eingedruckten Briefmarke entsprach, und verkaufte sich bereits im ersten Monat 1,4 Millionen mal.

In Deutschland wurde im April 1870 Heinrich von Stephan selbst zum Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes was ein entscheidender Grund für die Einführung dort war. Am 6. Juni 1870 zeichnete der preußische Ministerpräsident und Kanzler des Norddeutschen Bundes Otto von Bismarck die „Verordnung betr: die Einführung der Correspondenzkarte“ ab, die ab 1. Juli 1870 in Kraft trat. Gleichzeitig erfolgte die Einführung in Bayern, in Württemberg ab 8. Juli, in Baden Anfang August und in Luxemburg zum 1. September. In Berlin und einigen anderen Städten wurde sie bereits ab dem 25. Juni 1870 verkauft. Der Versand war außer im Inland - dem Gebiet des Norddeutschen Bundes und den drei genannten süddeutschen Ländern - auch nach Österreich-Ungarn und nach Luxemburg möglich.

Das Format der Karten entsprach dem der Postanweisung. Zunächst gab es in den deutschen Postgebieten die Correspondenzkarte nur mit aufgeklebten Freimarken, in Württemberg gab es sie gleich als Ganzsachen.

Während des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71 gab es die erste Verwendung von Postkarten in größerem Umfang. Nachdem für die mobilen Truppen ab 17. Juli 1870 Portofreiheit galt, wurden bis Dezember 1870 rund 10 Millionen „Feldpost-Correspondenzkarten“ in die Heimat verschickt.

Seit dem 12. Oktober 1871 konnten Correspondenzkarten zu Drucksachen, seit dem 1. Januar zu Postvorschusssendungen (Nachnahme) benutzt werden. Ab 1. März 1872 an wurde die Correspondenzkarte in Deutschland in Postkarte umbenannt. Nach einer Anfangszeit mit hohem Postkarten-Aufkommen kam es in zu einem Rückgang des Aufkommens, bis im Juli 1872 das Porto gegenüber dem Briefporto halbiert wurde. Zu Beginn war in den deutschen Gebieten der Portosatz identisch mit dem Briefporto.

Seit dem 1. Januar 1873 wurden Postkarten mit eingedruckten Postwertzeichen (Ganzsache) im Königreich Bayern und im Deutschen Reich von der Post verkauft.

Im internationalen Postverkehr wurde die Postkarte mit dem Berner Postvertrag ab 1. Juli 1875 zugelassen. Siehe auch: Unterpunkt Weltpostkarte.

Ab etwa 1896 setzte sich die Ansichtskarte im großen Stil durch, da sie zu einem geringen Preis erhältlich war und die Bilder das Schreiben längerer Städte- oder Landschaftsbeschreibungen ersparten. In vielen Tabak- und Schreibwarenläden waren Ansichtskarten zu kaufen. 1899 wurden in Deutschland 88 Millionen Postkarten produziert, 1905 wurde durch die Post eine halbe Milliarde Kartensendungen gezählt.

Ab 1905 wurde die Adressenseite der Postkarte in Deutschland geteilt, wobei die linke Seite für Mitteilungen zur Verfügung stand. Bis dahin mussten die Mitteilungen ausschließlich auf der Rückseite der Karten erfolgen, da die Anschriftseite ausschließlich für die Adresse und Freimachung verwendet werden durfte.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 1907 entfiel die Vorschrift, das Wort Postkarte, in der jeweiligen Landessprache aufdrucken zu müssen.

Zunächst gab es kleinere Formate (auch Kleinformat genannt) für Postkarten. Das dem Weltpostkarten ähnliche Format von 10,5 x 14,8 cm, DIN A6 (im Zusammenhang mit Postkarten oft auch Normalformat genannt) wurde am 1. Oktober 1927 eingeführt und setzte sich in Deutschland in den 1930er und 1940er Jahren langsam durch. Im internationalen Verkehr ist heute eine Länge vom 140 bis 235 mm, eine Breite von 90 bis 125 mm bei einem Flächengewicht von 150 bis 500 g/m² zugelassen.

Zahlen aus der Schweiz belegen, dass um 1913 das Postkartenaufkommen einen Höhepunkt erreicht hatte. Der Anteil an Ansichtskarten lag damals bei etwa 40%. In Deutschland war der Höhepunkt wohl während der Zeit des ersten Weltkriegs, wegen großen Anzahl von Feldpostkarten, die in diesem Zeitraum verschickt wurden. Die Anzahl der versandten Postkarten ging aufgrund zunehmender, alternativer Kommunikationsmöglichkeiten wie zunächst dem Telefon, später auch Fax, E-Mail und Mobiltelefon kontinuierlich zurück. Heute werden in Europa etwa 400 Millionen Postkarten pro Jahr verschickt.

 

 

 

Formen der Postkarte

Ansichtskarte

Ursprünglich waren Postkarten nur für rein schriftliche Korrespondenz ohne Illustration vorgesehen. Es wurde immer wieder diskutiert von wem die erste Ansichtskarte stammte. Als allererster überhaupt gilt der Kupferstecher Desmainsons aus Frankreich, der bereits 1777 eine Ansichtskarte hergestellt haben soll.So stand es im: "L' Almanach de la Petite Post de Paris". Neueren Erkenntnissen zufolge gab es die erste deutsche Ansichtskarte, eine Einladung zur Treibjagd, schon 1866 vom Lithograf Wilhelm Schneider, Worms, postalisch gelaufen am 5. Dezember 1866. Lange Zeit galt der Oldenburger Drucker und Buchhändler August Schwartzals erster Deutscher der eine illustrierte Postkarte druckte. Der Münchner Lithograf Zrenner stellte 1872 als erster Massenproduzent eine Serie von mehreren, verschiedenen Ansichtskarten her.

Ab 1871 verkaufte die Post Ansichts- und Glückwunschpostkarten und ab dem 1. Juli 1872 wurden in Deutschland private, nicht von der Post hergestellte Motivpostkarten zugelassen. Ansichtskarten dienten oft Propagandazwecken und können heute als historische Quelle dienen.



Antwortkarte

Am 1. Januar 1872 erschienen die ersten Postkarten mit anhängender Antwortkarte, die später auch mit eingedrucktem Postwertzeichen verkauft wurden. Dadurch bezahlte der Absender bereits das Porto für die Antwort durch den Empfänger. Ungebrauchte Antwortkarten sind immer zusammenhängende Doppelkarten, bestehend aus je einem Frage- und Antwortteil. Das Format einer ganzen Antwortkarte entspricht zweimal der Größe einer normalen Postkarte. Diese war auf das Format einer einfachen Postkarte zusammengeklappt. Verwendung: Der erste Absender beschreibt den Frageteil und schickt die Doppelkarte an den Empfänger. Dieser entfernt den Frageteil und schickt den Antwortteil zurück. Sowohl der Frage- wie Antwortteil ist mit einem portogerechten Wertstempel versehen. Im Jahre 1992 verfügte die Generaldirektion der Deutschen Bundespost Postdienst die Einstellung der Aufträge für Antwortkarten. Die Restbestände wurden aufgebraucht. Noch zusammenhängende Antwortkarten hin und zurück zu gebrauchen war zwar nicht erlaubt, konnte aber vorkommen. Antwortkarten, die für den Verkehr ins Ausland bestimmt waren, hatten im Anschriftteil weder Postleitzahlkreise noch Leitvermerke (Straße, Haus-Nr. usw.).

 

Bildpostkarte

Die Deutsche Reichspost führte 1925 unter federführender Mitwirkung der Gesellschaft für Postreklame als Tochter der damaligen Reichspost sogenannte Bildpostkarten ein. Diese sollten der Förderung des Fremdenverkehrs dienen. Gemeindeverwaltungen oder die örtlichen Verkehrsvereine konnten Bildpostkarten für ihre Stadt/ihren Ort beantragen. Ursprünglich verwendete man Zeichnungen von Ortsansichten, später auch Fotos, die in der linken Hälfte der Anschriftenseiten oben zu finden sind. Die auftraggebende Gemeinde durfte bestimmen, in welchen Regionen die Karten in von ihr zu bestimmenden Quoten verkauft werden sollten. Bis in die späten 1970er Jahre war der Verkauf in der Gemeinde selber aus Rücksicht auf den Ansichtskartenverkauf des örtlichen Schreibwarenhandels nicht erlaubt.



Gezähnte Postkarte

Ab 1. Juni 1913 lieferte die Reichsdruckerei perforierte Postkarten der Dauerserie zunächst in Streifen, dann auch im Bogen. Die Schreibmaschine verbreitete sich immer mehr, und die Streifen erlaubten ein rationelles Beschreiben nacheinander. Bald wurden auch Antwortkarten im Bogen gezähnt (1924). Bayern (1912) und Württemberg (1913) verkauften ebenfalls gezähnte Postkarten. Die Karten wurden zum eingedruckten Wertzeichenpreis verkauft.



Weltpostkarte

Durch den Berner Postvereinsvertrag vom 1. Juli 1875 wurde die Postkarte auch für den internationalen Verkehr zugelassen und seit dem 15. Juli 1878 solche zu Weltpostkarten mit bezahlter Antwort. Die für den Verkehr in das Ausland gedachten Karten mit entsprechender Wertstufe – Weltpostkarte genannt – wiederholen in der Regel Texte in französischer Sprache (= Amtssprache des Weltpostvereines); z. B. „Postkarte mit Antwort – Carte postale avec réponse payée“. Bei der Weltpostkarte mit anhängender Antwortkarte war ebenfalls nur der Antwortteil allein abzusenden, doch auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Das eingedruckte Postwertzeichen wurde also vom Annahmepostamt im Ausland mit dem dort verwendeten Tagesstempel entwertet. Häufig sind Weltpostkarten-Antwortteile mit zusätzlicher Briefmarkenfrankatur zu finden, die nicht immer erforderlich war. Vielmehr glaubten Empfänger im Ausland einfach nicht, dass z.B. das mit einem deutschen Postwertzeichen bedruckte Antwortteil ohne Entrichtung des Portos zurückgesandt werden konnte. Hingegen gibt es aber auch Zusatzfrankaturen wegen Portoerhöhung, Sonderbehandlung (Luftpost, Einschreiben etc.). Der Verkehr von Weltpostkarten mit anhängender Antwortkarte wurde entsprechend einem Beschluss der Konferenz des Weltpostvereins in Tokio ab 1. Juli 1971 weltweit eingestellt.

 

 

Neuere Erscheinungsformen der Postkarte

Im Zuge des Aufkommens neuer Medien und Technologien ergaben sich auch neue technische Möglichkeiten.

 

Mobilfunk-Postkarte (Handy-Postkarte) / MMS-Postkarte

Eine moderne Form der Postkarte unter Zuhilfenahme der Mobilfunk- und Kameratechnik moderner Mobilfunktelefone. Bild und Text werden hier mit dem Mobiltelefon erstellt und in elektronischer Form zum Provider gesendet. Dort wird die Postkarte mit dem übermittelten individuellen Text und Foto gedruckt und auf herkömmlichen Weg, per Post verschickt. Im Internet kann man bei manchen Anbieter auch kostenlose MMS Postkarten und SMS versenden.

Reale Postkarten aus dem Internet

Bei dieser Form der Postkarte können ähnlich der Handy-Postkarte eigene Fotos zusammen mit dem Grußtext und der Empfängeradresse bei verschiedensten Anbietern im Internet hochgeladen werden. Häufig können auch Motive aus den Datenbanken der Anbieter als Postkarte verschickt werden. Die Postkarten werden dann in den Druck gegeben und frankiert mit einer echten Briefmarke auf dem Postweg verschickt.


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